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Hungrig auf Live-Musik

 „Danke für das großartige Programm! Wir waren nach der langen Zeit der Einschränkungen so hungrig nach dieser Musik.“ Diese überschwängliche Rückmeldung bekam Manfred Kerl, der neue Vorsitzende des Folkclubs Ostangeln noch vor dem Ende der „Folkclub Ostangeln startet durch“-Aktion auf dem Kappelner Platz “Kehrwieder“ von einer sichtlich begeisterten Frau.

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Es war wie ein Befreiungsschlag. Fast fünf Stunden Live-Musik von zehn Gruppen auf diesem Platz bei dem Wetter – begeistertes Publikum - zufriedene Organistoren - schöner hätte es nicht kommen können.

Trotz oder wegen der 3-G-Kontrollen waren auf dem Kehrwieder alle Sitzplätze schnell belegt, Stühle wurden aus den umliegenden malerischen Häusern geholt, Ecken und freie Plätze bis zur Nikolaikirche hoch waren mit stehendem Publikum gut gefüllt. Das war auch in Zeiten der noch währenden Corona-Auflagen ausdrücklich erlaubt, weil nur Geimpfte, Getestete und Genesene anwesend sein durften.

Das Wetter, immerhin war es schon Ende September, war allen mehr als hold. Es herrschten glücklicherweise noch angenehme und gut aushaltbare Temperaturen bis in die Abendstunden. Die friedvolle und gemütliche Atmosphäre des seit kurzem „autofreien“ Platzes prägte der Veranstaltung eindrucksvoll.

Nach einer musikalischen Begrüßung vom Duo „Oeven-Drop“ und dem Heart-Chor, trug Andres Kohla aus Hasselberg (Gitarre und Gesang) mit Jörg Schümann aus Sörup (Flöten und Gesang) sehr schöne, inhaltsreiche und poetische Lieder aus seinem selbstgeschriebenen Repertoire vor. Das Publikum wusste die Präsens und die Qualität seines Vortrages so sehr zu schätzen, dass die anfänglichen technischen Schwierigkeiten der Tonanlage den Erfolg dieses Duos nicht schmälern konnten.

Danach folgte das Trio „The Orange Room“. Der Kappelner Thomas Holz, einer der Gründungsmitglieder des Folkclubs, hatte das Musik-Projekt aus seiner Arbeit in der Suchtbetreuung in einer schleswiger Einrichtung auf die Bühne gebracht. Mit ihm traten zwei „schon vom Leben gezeichnete“ Herren in der Attitüde von Urzeit-Rock´n Rollern auf. Ihre Songs von den Rolling Stones und Element of Crime, gesungen mit sehr prägnanter Stimme, 2 Gitarren und Schlagzeug riefen schnell beim Publikum begeisterten Applaus hervor.

Nach kurzer Umbaupause betrat dann das Trio „Folksbegehren“ mit Jürgen Struck (Gitarre, Gesang) aus Hummelfeld, Pia Schröder (Gitarre, Gesang) aus Ulsnis und dem Folkclub-Mitglied Wolfgang Meissner (Bass) aus Jübek die Bühne. Mit eigenen Lieder über gesellschaftliche Probleme und ihren Wünschen und Vorstellungen, wie man eine „bessere Welt“ hinbekäme zogen „Folksbegehren“ das Publikum sehr schnell und eindrucksvoll in ihren Bann.

Abwechslungsreich war das Programm, denn nach diesen Darbietungen kleinerer Ensembles kam nun ein ganzer Chor, der „Heart-Chor“ aus Kappeln, auf die Bühne. Launig und stimmungsvoll erklangen Medley aus Herbstliedern und afrikanischen Chorgesängen. Das Publikum kam schnell in Schwung. Man sang und klatschte vor Begeisterung mit.

Die Vielfalt der Darbietungen wurde danach erneut mit dem Trio „CCR“ unter Beweis gestellt. Christoph Kreuziger aus Schleswig mit dem Kontrabass, Christof Vöge aus Schnarup-Thumby mit Gitarre und Cajon sowie Rüdiger Lange aus Kappeln mit Klarinetten, deren Vornamen übrigens zu dem interessanten Bandnamen führen, spielten eine feine Auswahl aus internationalen Folk-Melodien, die beim Publikum sehr gut ankamen.

Mit einem bunten Strauß keltischer Song trat dann die Gruppe „Folxx“ auf. Guido Grahle aus Sörup mit seiner Gitarre überzeugte mit ausdrucksstarken, stimmungsvollen und begeisternden Songs genauso wie Jörg Schümann (auch aus Sörup), der den Gesang gekonnt und sehr virtuos mit seiner Querflöte und Klarinette umspielte.

Vor der Bühne, ganz ohne Mikrophone, baute sich dann die Gruppe Cantüdel mit „Mücke“ Ohlerich aus Wippendorf (Geige), Nina Ohlerich (Gitarre), Ruth Dass (Akkordeon) aus Kappeln und Christoph Kreuziger aus Schleswig (Kontrabass) auf. Der berühmte Funk zum Publikum sprang prompt über. Die Gruppe Cantüdel erntete mit ihren aus Skandinavien stammenden Melodien großen Applaus.

„Die 3 vom Harniskay“ war der Name der nächsten Gruppe. Die Musiker sind Malte Dallmeyer aus Kappeln an der Gitarre und aus Flensburg der Geiger Andreas von Hippel und der Cellist Jaime de Sandoval-Blaue. Das Trio spielte schwungvolle und teils rasante Tänze und Melodien aus Irland und Schottland. Die Stimmung ihrer Musik ging direkt auf das immer öfter mitklatschende Publikum über.

Einen besonderer musikalischer „Leckerbissen“ gab es kurz vor Schluss der Veranstaltung zu hören. Die Gruppe „Patchwork“, bestehend aus der Sängerin und Gitarristin Martina Stich, dem Gitarristen Thorsten Scholz (beide aus Ulsnis) und der Flötistin Katharina Herrmann (Dollrottfeld) hatte Lieder aus Mittel- und Südamerika mitgebracht, die zu vorgerückter Stunde in der Dämmerung sehr stimmungsvoll und anrührend ankamen.

Den Abschluss dieser langen Musikrevue bildete dann das Duo „Oeven-Drops“ des Folkclubvorsitzenden, Gitarristen und Sängers Manfred Kerl und seiner Frau, der Flötistin Dagmar Damkowski-Kerl, beide aus Kappeln. Sie heizten dem Publikum noch einmal mit internationalen Tanzmelodien ein und beendeten den Abend dann mit einem Abschlusslied, das vom Publikum auch kräftig mitgesungen wurde.

Doch vor dem letzten Lied bedankten sich Manfred Kerl und auch der vorherigen Vorsitzende Rüdiger Lange bei denjenigen, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen hatten, allen voran bei den Helferinnen und Helfern sowie den Ordnerinnen und Ordnern, die vor und während der Veranstaltung tatkräftig nach dem Rechten geschaut haben.

Alle waren sich nach dem Verklingen der letzten Töne einig: Dieses Veranstaltungsformat auf dem Kappelner Platz Kehrwieder hat das Zeug, irgendwann in eine Wiederholung zu gehen.

 

   
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